blurred edges

Do, 13.05.2010, 21:00 Uhr

blurred edges - blurred edges - h7 club@blurred edges 2010

Bild zu blurred edges - h7 club@blurred edges 2010

Goh Lee Kwang (Penang) - stereo dj-mixer,
Christoph Schiller(Basel)- prep.spinett
Gregory Büttner - laptop, objects
Birgit Ulher - trumpet, radio, mutes, speaker
Michael Maierhof - cello, preparations
Heiner Metzger - soundtable, electr.

In verschiedenen Konstellationen stellen die Musikerinnen aktuelle Positionen der improvisierten/elektronischen Musik vor. Die Klangerzeugung mit erweiterteten Spieltechniken, instrumentale Präparationen und ihre individuelle Formung sind die Elementarteile des Konzerts.

Goh Lee Kwang. (Penang/Malaysia)
spielt mit den Rückkopplungssignalen seines Stereo Dj-Mischpults, indem er die internen elektronischen Signale kontrolliert und in Audiosignale verwandelt. Bei Konzerten improvisiert er ohne externe Klangquellen und Effektgeräte. Goh Lee Kwang (* 1976 in Pulau Pinang/Malaysien) studierte Bildende Kunst am Malaysian Institute of Art (MIA) in Kuala Lumpur. In den letzten zwölf Jahren ist er aktiv in Bereichen der Klangkunst sowie der bildenden Kunst. Er hat zahlreiche Musik CDs produziert und seine Werke wurden mehrfach in Musikkompilationen aufgeführt. Goh Lee Kwang war 2004/2005 Stipendiat der Akademie Schloss Solitude und 2008 im Künstlerhaus Worpswede. „Goh Lee Kwang befindet sich in der Tradition der Musique Concrète, Ende der Vierziger in Frankreich von Pierre Schaeffer gegründet. „Es wurde mir vorgeworfen“, so Pierre Schaeffer, „das Geräusch in die Musik eingeführt zu haben. Eher auf das Gegenteil bin ich stolz (...) Komponisten und Zuhörer habe ich aufgefordert, ihr Gehör von der Konvention des Zuhörens zu befreien, indem sie den primären Gegensatz zwischen Klang und Geräusch in Frage stellen; dadurch konnten sie das musikalische Potenzial entdecken, das in gewöhnlich als Geräusche wahrgenommenen Tönen oder auch die impliziten Geräusche in so genannten reinen Tönen steckt“. (...) Goh Lee Kwang gehört zu jenen Klangkünstlern, die die von der Musique Concrète verursachte Trennung zwischen Sehen und Hören aufheben. (...) Hier ist der Klang ein Element des Visuellen, wird das Visuelle zu einem Element des Klangs.“ (Jean-Baptiste Joly). www.myspace.com/gohleekwang www.gohleekwang.tk/

Gregory Büttner
Mit dem Kauf eines Computers als Arbeitswerkzeug (1999), begann ich neben visuellen auch mit Audioinformationen zu arbeiten. Der Computer gab mir die Möglichkeit, Geräusche, Musik und Klänge zu zerlegen, sie zu untersuchen und mit diesen Fragmenten weiter zu arbeiten. Mich interessieren dabei die Bedingungen, unterdenen sie entstehen, in welchen Zusammenhängen sie stehen und welche Wirkung sie auf den Hörer haben. Meine Arbeit beginnt mit dem Finden, Suchen oder dem Herstellen von akustischem Material. Durch das Experimentieren mit diesem, gelange ich zu verschieden Teilstücken, die nun in einer Komposition zusammengefügt werden. Die Komposition entsteht in Interaktion mit der Struktur der Geräusche und Klänge. Mit Interaktion meine ich, dass die Komposition sich mal der Struktur (Dynamik, Klangfarbe, Tonlage, “Stimmung”) der Geräusche/ Klänge anpasst oder umgekehrt die Klänge aus kompositorischen Gründen verändert werden. Neben meiner akustischen Arbeit beschäftige ich mich auch weiterhin mit visuellen Medien wie Fotografie und Video, hierbei arbeite ich hauptsächlich mit vorgefundenen Material.
 www.myspace.com/gregorybuettner www.gregorybuettner.de

Michael Maierhof
Freischaffender Komponist und Improvisator, lebt in Hamburg. Studierte Musik und Mathematik in Kassel sowie Philosophie und Kunstgeschichte in Hamburg. 1988 erste Kompositionen. Seit 1990 liegt der Schwerpunkt bei der raumbezogenen Musik für Ensembles unterschiedlicher Besetzungen, der Entwicklung einer Präparations- und Untertontechnik für Streichinstrumente sowie Forschungen über das Kreisen. Versucht eine nicht- Tonhöhenorganisierte Musik zu entwickeln. Lectures über seine Musik am Trinity-College/Dublin, an der Musikhochschule Stuttgart, am Mozarteum in Salzburg, am California Arts Institute in Los Angeles, am Centre for Contemporary Music in Dublin und dem Central Conservatory of Music in Beijng/China, Musikhochschule Freiburg/Br. Seit 2004 Cellist beim Improvisationstrio NORDZUCKER. weitere infos unter: www.stock11.de

Christoph Schiller wurde 1963 in Stuttgart geboren. Er studierte an der Kunstakademie Stuttgart und der HfBK Hamburg Bildende Kunst, später in Basel bei Daniel Cholette Klavier und gleichzeitig Musiktheorie an der Freien Musikschule Basel. Seit 1987 spielt er Konzerte mit (vor allem) improvisierter neuer Musik. Neben dem Tasteninstrument hat in den letzten Jahren auch die Arbeit mit der eigenen Stimme an Bedeutung gewonnen. Der Flügel ist mittlerweile ganz vom Spinett verdrängt worden, für das er - ausgehend von den Inside-Techniken am Flügel - spezifische eigene Spieltechniken entwickelt hat.
www.christophschiller.net/

Birgit Ulher studierte bildende Kunst, was ihre Musik nachhaltig beeinflusste. Sie arbeitet seit den frühen 80er Jahren im Bereich der improvisierten und experimentellen Musik. Seitdem hat sie eine sehr individuelle, am Klang orientierte musikalische Sprache jenseits des ‚offenen Trompetentons‘ entwickelt. Ihre Arbeit umfasst sowohl akustische, als auch elektroakustische Projekte, Solo-Performances und Projekte mit TänzerInnen und bildenden KünstlerInnen. Neben ihren festen Gruppen, spielt sie oft in Ad-hoc Formationen mit europäischen und amerikanischen ImprovisatorInnen. Internationale Konzerttätigkeit und CD-Veröffentlichungen, u.a. 500g, Nordzucker (mit Lars Scherzberg und Michael Maierhof), Sputter mit Gino Robair, Kunststoff mit Ute Wassermann und Blinzeln mit Heiner Metzger.
www.birgit-ulher.de www.myspace.com/birgitulher

Heiner Metzger ist seit den 80er Jahren als Improvisationsmusiker aktiv. Mit Soundtable, Saxophon, Klarinetten und Synthesizer spielt er im TonArt Ensemble, in Duos mit Birgit Ulher, Hannes Wienert, Thomas Beck und in ad-hoc Gruppen. Frühere Ensembles waren VIS, Tyrrn, Timeta, modulares Trio, Weltmusikensemble, Tentacle Tubes. Der Soundtable ist eine elektroakustische Tischinstallation, mit der Klänge von Haushaltswaren, Küchengeräten und dem Tisch erzeugt und verstärkt werden. Schneebesen, Bürsten, Bestecke, Gläser, Esstäbchen u.v.a. werden an und auf dem Tisch bewegt, gezupft oder mit einem Bogen angestrichen. Verstärkt mit Tonabnehmern und einem Mischpult bekommen die eher leisen Sounds eine neue Präsenz, werden Klangtexturen und Bespielungsnuancen hörbar. aktuelle CD: „blinzeln“, Birgit Ulher - tp, mutes, radio/speaker, Heiner Metzger - soundtable, electronics | erschienen Dezember 2008 bei Creative Sources Recordings.

www.heinermetzger.de

Eintritt: frei
Ort: LINDA
Web: www.hierunda.de/h7-club.html

Zurück zur Übersicht

«
login
VAMH
«