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So, 15.05.2011, 22:00 Uhr

blurred edges - GeHörGänge/VoiceNavigations

Bild zu GeHörGänge/VoiceNavigations

Mythen erzählen von der Entstehung der Welt aus dem Klang der Stimme. Mit ihren Stimmen ersangen sich Menschen ihre Welt und verdichteten ihre Klänge in Resonanzorten. Zeichen und Bilder in den paläolithischen Höhlen materialisierten Klangorte, welche die Stimme aus dem RaumDunkel erklungen hatte. Resultate von GeHörGängen. Tempel und Kathedralen sind Projektionsorte der Körperresonanz –sichtbar gewordene KlangSkulpturen. Meistens aber verklangen die Stimmen mit den GeHörGängen und den Klangräumen und -gesprächen, die sie schufen – in den Steppen, den Wüsten, über den Seen, den Meeren und in den Bergen. Stimmtechniken entstanden – vom mongolischen Tönen über die gregorianischen Gesänge bis zum Schweizer Jodeln.
Fluxus before the time and now and for ever.
Was mache ich mit meiner Stimme in dieser Stadt? Mein ureigenes Instrument ist meine Stimme. Ich bin mein Instrument Stimme selbst. Radikal.
Die Stimme wird Navigationsinstrument im KörperInnen zur VerOrtung im ureigenen Körperraum. SelbstAnEignung findet hierundjetzt statt.
Meine Stimme wird Navigationsinstrument im AußenRaum. Wohin führt sie mich? Ihre alles durchdringende subversive Grenzenlosigkeit eignet mir hierundjetzt diesen Ort an. Selbst- und Fremdkontrolle – what's up&down?
Eine Stimme kommt, eine andere geht. Eine Stimme erklingt, verhallt oder findet Widerhall. Atem. Geräusche. Stimmen gesellen und verlieren sich. Gibt es Resonanzen? Konsonanzen? Konfrontationen mit anderen Stimmen und Klangwelten? Dissonanzen? Kontrapunkte? ÜberKreuzGänge? Stille? Spurlos?
Oder stimmt hier etwas - nicht?
Die StimmArbeiterin und Performerin Jorinde Reznikoff lädt sich und neugierige Stimmen ein zu GeHörGängen – VoiceNavigations durch die StadtLandschaft Hamburgs. Diesmal durchs nächtliche Gängeviertel.

Eintritt: stimmeistfrei
Ort: Gängeviertel, Valentinskamp 34a
Web: www.jorinde-reznikoff.de/?GeSang

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