So 31.05.2026, 18:00 Uhr
blurred edges – Urschrei - Ruth Zechlin RELOADED
Frauke Aulbert: Stimme Andrew Levine: Theremin, Live Elektronik Kerstin Petersen: Orgel, Leitung Ellen Freyberg: Dramaturgie Die Musiker:innen führen Kompositionen von Ruth Zechlin (1926-2007) auf, verbunden mit Improvisationen, mit Andre Asriel, Ana Szilágyi und Violeta Dinescus „Mondnacht“. „Schrei für Vietnam“ (Zechlin) will die „Bomber vom Himmel“ reißen. Das Spectraphon-Modul zerlegt 1 sec. O-Ton, einen Aufschrei in 1024 Spectra und erlaubt es, sich beliebig langsam in diesem Feld zu bewegen. Ein Augenblick wird zur Unendlichkeit. „Schlaflied für Gisi“, 1943 komponiert zum 6. Geburtstag ihrer Schwester, führt in ihr persönliches Leben, das schon früh von Brüchen geprägt war. Aus den 60er Jahren stammen die Brecht-Vertonungen von Zechlin und Asriel. „Wider den Schlaf der Vernunft“ schrieb Zechlin spontan für die Protestveranstaltung der Künstlerverbände der DDR am 28.10.1989. 1995 fügte sie URSCHREIE hinzu. Das Werk reflektiert Goyas Radierung „Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer“; Machtmissbrauch anklagend aktiviert es zum Weiterdenken. „Auferstehung“ – In der Stille beginnt sich ein Lufthauch zu regen, die Bälge der Orgel füllen sich mit Wind, langsam wandeln sich fast unhörbare, fragile Klangfäden in pulsierendes Leben. Das Konzert ist Teil der Reihe Auf der Zinne^ - neuer Klang!. Gefördert von: Musikfonds e.V., Luthergemeinde Bahrenfeld, Orgelstadt Hamburg barrierefrei (Foto Rudi Hesse)