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Do, 19.02.2009, 21:00 Uhr

Terry Riley - In C (1964)

Bild zu Terry Riley - In C (1964)


Das Stück gilt als früher radikaler Versuch, Formalismen beim Musizieren aufzulösen und Musiker aus Ihrer Rolle als passive, "nur" ausführende Künstler unter der Leitung eines Dirigenten herauszuführen und Hierarchien beim Musizieren abzuschaffen. "Ich rebellierte damals gegen Dirigenten und klassische Musiker, ich hatte das Gefühl, das Orchester sei gefangen in einer bestimmten Art Partitur. So betrachtete ich In C als einen Prozeß, in dem alle die Form des Endergebnisses zu bestimmen hatten", erklärte sich Terry Riley zwanzig Jahre später. Das Stück ist von indischer Musik und von Praktiken der Jazz- und Rockmusik beeinflusst. Es kann als Urform heutiger Lounge-, Sample-, oder populärer elektronischer Musik gehört werden.

Das Musiker stammen u. a. aus den Hamburger Ensembles klub katarakt, Nelly Boyd Kreis und TonArt e.V. und haben sich speziell für die fortlaufende Arbeit an In C zusammengefunden. Die Ensembles haben ein aktives Interesse an der Musik zeitgenössischer US-amerikanischer Komponisten: der Nelly-Boyd-Kreis hat Aufführungen von Werken von John Cage, Alvin Lucier, Phill Niblock u.a. realisiert, klub katarakt präsentierte Werke von Steve Reich, Terry Riley und Morton Feldman. Nach einer ersten Version im November 2005 für das klub katarakt Festival im Kulturforum Altona und umjubelten Aufführungen während des Festivals blurred edges 2006, im Haus 73 und im Rahmen der kunst altonale 2008 lässt sich nun eine weitere Station in der Entwicklung und Verfeinerung einer ‚Hamburger Version' dieses wegweisenden Minimal Music-Klassikers erleben.

Katrin Bethge entwickelt zur Musik von 20 MusikerInnen in einem gemeinsamen Prozeß eine raumbezogene, bewegte Lichtinstallation. Die entstehenden Atmosphären sind vom Zufall gesteuert und spielen zugleich mit ihm.

mit
Frauke Aulbert, Stimme
Dirk Dhonau, Vibraphon
Jan Dvorak, Fender Rhodes
Robert Engelbrecht, E-Gitarre
Jan Feddersen, Klavier
Arturo Grolimund, Flöte
Julia Henning, Stimme
Jörg Hochapfel, Keyboard
Georgia Hoppe, Klarinette
Jutta Hoppe, Violine
Peter Imig, Violine
Nikola Kruse, Violine
Uschi Krosch, Vibraphon
Birgit Maschke, Violine
Ignacio Mendez, E-Gitarre
Donghee Nam, Keyboard
Thomas Österheld, Sopransax
Gino Romero Ramirez, Violine
Krischa Weber, Cello

Jens Röhm, Ton
Katrin Bethge, Lichtinstallation

Eine Koproduktion von klub katarakt, Nelly Boyd, TonArt e.V. und kunst altonale
Gefördert von der Hamburgischen Kulturstiftung

Eintritt: 8,- / 5,- Euro
Ort: Haus III&70 | Schulterblatt 73
Web: www.klubkatarakt.net

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