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Sa, 03.09.2011, 21:00 Uhr

Zeitsplitter

Bild zu Zeitsplitter

KLS+B:

Robert Klammer - zither, analogue synth, electronics, objects;
Gunnar Lettow - prep.ebass, electronics;
Lars Scherzberg - amplified sopranino, cymbal;
Gregory Büttner - laptop, loudspeakers, objects


Nachdem KLS+B bereits ein Konzert im Januar 2011 gemeinsam bestritten haben, bei dem Lars Scherzberg Krankheit-bedingt leider nicht dabei sein konnte, wird das Konzert am 03. September in der Galerie LOGE in vollständiger, also in Quartett-Besetzung stattfinden. Das erste Konzert seinerzeit in der Freitagsmusik war bereits ein besonders gelungenes, geprägt von hoch sensiblem Hören und aufeinander Reagieren, stellenweise magisch. Man darf also gespannt sein, wie sich das musikalische Gespräch zwischen KLS und B entfalten wird, wenn mit dem Sopranino von Lars Scherzberg eine weitere Klangfarbe hinzu kommt.


Pressetext zu KLS:

Die musikalische Kommunikation zwischen Klammer, Lettow und Scherzberg ist sensibel und fragil. Introvertierte, fast stille Passagen und eruptive Momente wechseln sich ab, das Spiel mit Dynamik und sehr unterschiedlichen Lautstärken ist ein wichtiger Aspekt des gemeinsamen Spielprozesses. Die stark geräusch-orientierte Musik entsteht ohne Vorgaben aus dem Moment heraus, sie ist so spontan wie vergänglich, und immer ganz unmittelbar. Jede musikalische Begegnung des Trios ist somit einzigartig, ein immer neues Klang- Experiment in Echtzeit.

Charakteristisch für dieses Trio sind unkonventionelle Spieltechniken. Kein Instrument klingt, wie wir es gewohnt sind. Robert Klammer schickt gelegentlich Radio oder vorgefertigtes Sound-Material durch den Filter seines Analog-Synthesizers und mischt Elektronik mit nicht-elektronischen Klang- oder Geräuscherzeugern. Gunnar Lettow verfremdet den Klang seines E-Basses durch Präparationen, Spieltechniken und Effekte so weitgehend, dass man bei diesen Klängen an alles Mögliche denkt, aber wohl kaum an einen E-Bass als Klangquelle. Lars Scherzberg erzeugt auf dem Saxophon einen ganzen Mikrokosmos an sounds and noises, die er gelegentlich elektronisch verstärkt, um auch extrem leise Geräusche hörbar zu machen.


Robert Klammer, aufgewachsen in einer Musikerfamilie, erhielt seine ersten Unterricht auf der Violine im Alter von 3 Jahren. Mit 17 wechselte er zum Klavier, um in späteren Jahren sein Instrumentarium zu erweitern (Synthesizer, Zither, Elektronik, Schlagzeugset, sowie eine Fülle von unterschiedlichen Geräuscherzeugern und Objekten kamen hinzu). Er studierte Freie Kunst an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg, was – ebenso wie Klänge und Geräusche aus Stadt und Natur – seine Musik stark beeinflusst und mit geprägt hat. Zusammenarbeit u.A. mit Keith Rowe, Evan Parker, Peter Kowald, dieb13, Ernesto Rodrigues, Wu Wei, Tim Hodgkinson. Robert Klammer ist Mitglied des TonArt Ensembles Hamburg. Weiteres aktuelles Projekt: futureduck (Impro-/Performance-Duo mit Peter Kastner), sowie ein Trio mit Marianne Kipp und Helmuth Neumann.

Gunnar Lettow begann seine musikalische Laufbahn als Rockmusiker in Kiel. In der Kieler Avantgarde-Rock Gruppe Nice Noise begann er die Erforschung der klanglichen Möglichkeiten des E-Basses. Immer mehr wird der E-Bass präpariert und der Klang elektronisch bearbeitet, um neue Klangwelten zu schaffen. Er bestreitet das Duo "phase~in" mit Sylvia Necker und spielt regelmäßig in ad-hoc-Besetzungen (u.a. mit Ernesto Rodrigues, Hermann Müntzing, Carl-Ludwig Hübsch, Nicolas Wiese). Er war Mitglied der Gruppe OTON und spielte zusammen mit Robert Klammer in dem hardcore FreeJazz-/Noise-Trio "Die elektrische Nachtigall").

Lars Scherzberg studierte am Hamburger Konservatorium und an der Hochschule für Künste Bremen mit dem Hauptfach Gitarre. Während des Studiums intensive Auseinandersetzung mit dem Saxofon und die Entwicklung einer eigenen Präparationstechnik. Während eines dreijährigen Aufenthalts in Berlin Unterricht bei & Projekte mit Wolfgang Fuchs. Lebt z.Z. in Hamburg als freischaffender Musiker. Er arbeitet mit Musikern aus den Bereichen freie Improvisation und neue Musik zusammen, spielt mit Chris Heenan, Michael Maierhof und Birgit Ulher in dem Quartett NORDZUCKER, mit John Hughes und Nicolas Wiese in dem H/S/W Trio und mit Jeff Arnal und John Hughes in dem Trio Tripwire. Intensive Zusammenarbeit mit Gene Coleman, Rhodrie Davis und Tim Hodginson.

Gregory Büttner lebt und arbeitet als Musiker und Künstler in Hamburg. Seit 2000 liegt sein Fokus im Bereich Klangkunst und Elektroakustische Komposition. Er spielte auf zahlreichen Festivals und Konzertreihen in Europa, komponierte Musik für Tanz und Performance, Radio, Film und Klanginstallationen. 2004 gründete er das Label ‘1000füssler‘ welches experimentelle Musik in kleinen Editionen veröffentlicht. Er spielt regelmässig im Duo mit Birgit Ulher, im ‘Stark Bewölkt Quartett‘ mit Michael Maierhof, Heiner Metzger, Birgit Ulher oder als ‘für diesen abend‘ mit Stefan Funck und Katrin Bethge. Außerdem arbeitete er zusammen mit den Musikern Rhodri Davies, Ofer Bymel, Chris Heenan, den Künstlerinnen Anja Winterhalter, Stefanie Becker, Magdalena Sadziak, und Anderen. Seine Musik erschien bei Labels wie 1000füssler, Firework Edition Records, Anthropometrics / Aufabwegen, Grünrekorder, Compost and Height.

Eintritt: frei (Spenden erwünscht)
Ort: Gängeviertel | Caffamacherreihe / Ecke Valentinskamp
Ort: Loge, Valentinskamp 34

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