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Do, 05.06.2008, 21:00 Uhr

h7-club mit Gene Coleman(Chicago), Nordzucker, Heiner Metzger

mit:
Gene Coleman (Chicago) - baßklarinette
Nordzucker: Birgit Ulher-tp, Lars Scherzberg-sax, Michael Maierhof - cello
Heiner Metzger-st.
......nach dem Konzert:das Muskivideo "Andolangen" von Gene Coleman.
Informationen zum Video "Andolangen": ANDOLANGEN ist eine Musik- und Video-Komposition, die auf der Architektur des Gebäudes der Langen Foundation in Neuss (Deutschland) basiert. Dieses bemerkenswerte Bauwerk wurde von dem berühmten japanischen Architekten Tadao Ando erschaffen und ist tatsächlich eines von nur zwei Museen in Europa, die von ihm stammen. Es beheimatet die eindrucksvolle Kunstsammlung der Familie Langen, welche sowohl antike japanische Kunst wie moderne westliche Kunst einschließt, und bietet außerdem Raum für Wanderausstellungen. Das Gebäude stellt ein herausragendes Beispiel für Andos Ästhetik dar in der betont konzentrierten Art des Gebrauchs primärer Elemente - Beton, Stahl, Glas, Licht, Erde, Wasser -, um eine fesselnde Erfahrung von Raum und Zeit zu ermöglichen.
ANDOLANGEN gehört zu einer Folge von Werken, die ich geschaffen habe, um Beziehungen zwischen Musik, Architektur und Video im Zusammenhang der Globalisierung zu erforschen. Im Falle von ANDOLANGEN entspringt das Werk den ursprünglichen Gestalten von Form und Raum, wie sie in Andos Bauwerk vorzufinden sind, und benutzt sie als 'Katalysator' für eine Musik- und Video-Komposition. Durch einen zugleich formalen und poetischen Prozess werden die grafischen Elemente des Bauwerks selbst zu einem Teil der Partitur und der Komposition. Auf diese Weise stelle ich die Frage: Wie klingt dieses Gebäude? Musikalisch gesprochen, benutzt das Stück ein gemischtes Ensemble aus japanischen und westlichen Instrumenten, welche die Wechselwirkung zwischen "japanischen" und "westlichen" Einflüssen widerspiegeln, die Andos Schaffen kennzeichnet. Die Verwendung von Klang als dynamisches Material ist die Grundlage dieser Erforschung und bringt ein organisches Ineinanderfließen von Geräusch und dem, was wir "Musik" nennen, hervor. Das Video verfolgt einen ähnlichen Weg und bildet einen integralen Bestandteil der Gesamtkomposition, der die Elemente des Sehens und des Hörens auf eine meiner Arbeit eigene Weise ausgleicht. Wie in allen Werken dieses Zyklus' wird Fragen der kulturellen Identität nachgegangen durch die Verwendung von Ensembles, die westliche und nicht-westliche Instrumente mischen, wie auch Live-Elektronik. (GENE COLEMAN)
Informationen zu Gene Coleman:
Klänge, Geräusche, Musik Author: House of World Cultures stiller(at)hkw.de Der Komponist, Bassklarinettist und bildende Künstler Gene Coleman aus Chicago ist Begründer des Ensembles für Neue Musik Noamnesia und schrieb über 40 Werke für verschiedenste Besetzungen. Coleman, der in Chicago lebt, ist darüber hinaus Leiter des Festivals Sound Field und Kurator der Reihe transonic im Haus der Kulturen der Welt. Ein zentraler Aspekt seiner Arbeit ist die Suche nach einer größeren Synthese zwischen Noise und Musik. Gene Coleman, geboren 1959, ist Komponist, Bassklarinettist und bildender Künstler. 1979 begann er am School of the Art Institute in Chicago zunächst Malerei und Film zu studieren, erst später wandte er sich nach und nach der Musik zu. Entscheidenden Einfluss auf seine musikalische Entwicklung hatten Begegnungen mit Anthony Braxton und Mahal Richard Abram. Seitdem hat sich Coleman der neuen Musik in all ihren Facetten gewidmet. 1987 gründete er die Formation Noamnesia, der er bis heute angehört. Sie pflegt ein breites Repertoire von klassischer Moderne bis zu zeitgenössischer Improvisation. Zahlreiche renommierte Einrichtungen gaben bei Coleman Kompositionen in Auftrag, darunter das Klangforum Wien, die Ernst von Siemens-Stiftung und Trio Accanto. Coleman hat über 40 Werke für verschiedenste Besetzungen geschrieben, wobei sich oftmals in derselben Partitur genau notierte Passagen mit improvisatorischen Partien abwechseln. Durch die radikale Verwendung erweiterter instrumentaler Klangerzeugung arbeitet Coleman an einer Synthese zwischen Klang, Geräusch und Musik. Förderpreise und Stipendien erhielt Coleman vom National Endowment for the Arts, von Meet the Composer und der Jory Foundation. 2001 ermöglichte ihm die Japan US Friendship Commission einen ausgedehnten Arbeitsaufenthalt in Japan. Auf dem Gebiet der improvisierten Musik ist Coleman u. a. mit Evan Parker, Derek Bailey, Radu Malfatti und Taku Sugimoto aufgetreten. Das Ensemble Noamnesia arbeitete u. a. mit Gerhard Staebler, Salvatore Sciarrino, George Crumb, Luc Ferrari und Vinko Globokar zusammen. Seit Mai 2000 leitet Gene Coleman in Chicago das Festival für neue und experimentelle Musik Sound Field. Seit 2003 kuratiert er das neu initiierte Festival transonic am Haus der Kulturen der Welt in Berlin. Zur Zeit arbeitet Coleman vor allem mit der Gruppe Pos-Neg zusammen, einem Ensemble für experimentelle Musik, dem Musiker aus Chicago und Wien angehören, dem Trio ARC mit dem brasilianischen Pianisten Paulo Alvares und Vincent Royer aus Frankreich (Viola) sowie mit dem Komponisten Yoshihide Otomo und dem Gagaku-Ensemble Reigakusha aus Tokio. In einem 1996 ausgestrahlten Radioportrait des Chicagoer Senders WNUR-FM findet sich folgende Beschreibung von Colemans offener Arbeitsweise: „Coleman scheint sich genau am Berührungspunkt mehrerer tief verwurzelter Gegensatzpaare eingerichtet zu haben: ‘damals' versus ‘jetzt', Pop versus Klassik, die Moderne der fünfziger Jahre versus das 19. Jahrhundert, die Vereinigten Staaten versus Europa, Chicago versus New York …“ Biographie Gene Coleman wurde 1959 geboren und lebt in Chicago. 1979 begann er am School of the Arts Institute in Chicago zunächst Malerei und Film zu studieren. Im Anschluss daran nahm er Unterricht bei verschiedenen Komponisten, u.a. auch bei Henry Brant. 1987 gründete er das Ensemble Noamnesia, mit dem er u.a. Werke europäischer Avantgardekomponisten wie Helmut Lachenmann, Vinio Globokar, Gerhard Stäbler und Salvatore Sciarrino aufgeführt hat. 2001 befand er sich auf einem längeren Arbeitsaufenthalt in Japan. Seit 2000 leitet er in Chicago das Festival Sound Field. 2003 kurartierte er die Reihe transonic im Berliner Haus der Kulturen der Welt.

Web: www.hierunda.de/h7-club.html

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