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Fr, 25.02.2011, 21:00 Uhr

Unüberhörbar

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Rinus van Alebeek
und
Ezramo

Rinus van Alebeek (geboren 1956 in Holland) ist ein "tape musician" und Performer. zur Musik stieß er relativ spät, zuvor veröffentlichte er unter dem pseudonym Philip Markus zwei Romane in holländischer Sprache. Das erste, 1991 erschienene Buch "de weg naar oude god", wurde als beste "erstlings"-novelle preisgekrönt.
Sein Zugang zur musikalischen Improvisation ist radikal. Sehr oft benutzt er für seine Sound-Arbeiten jene Klänge als Quelle, die er auf seinen unzähligen Reisen in die Vereinigten Staaten, Europa und das nördliche Afrika aufgenommen hat. Rinus van Alebeek ist ein eigentümlicher Beobachter von Realität und ein Künstler, der instinktiv "lo-fi" Tonbandaufzeichnungen in sinnträchtige Klang-Gedichte umgestaltet. Er hat die Befähigung aus diesen gebrauchten Medien in ein größeres Ganzes zu formen, was ihn als einen außergewöhnlichen Künstler ausweist. Er gestaltet eine spezifische Technologie (das Magnetband und die Aufzeichnungsvorrichtung) in eine „poiesis“, eine Transzendenz um, die über die unmittelbaren Grenzen der Materie hinaus geht, während die Mehrheit der Künstler nur eine „Praxis“ anwenden. Rinus van Alebeek sagt über sich selbst: „es gibt unterschiedliche Arten, meine Musik zu präsentieren. Man kann sie Musique Concrète wegen des Gebrauchs Tonbändern nennen; sag Geräusch dazu, weil es laut sein kann; sag "dark ambient" dazu, weil du es so nennen magst; sag "Industrial" dazu, weil dann und wann "drones" vorkommen. Nenn sie Poesie, weil du von den abgenutzten Definitionen wegkommen willst, oder sag einfach "soundscape" dazu, weil du ein bestimmtes Buch gelesen hast. ich nenne es einfach Pop-Musik. Und bis jetzt weiß ich, dass es genug von uns auf der ganzen Welt gibt, diese Definition zu rechtfertigen.

EZRAMO Klangkünstlerin, Komponistin, Performerin. Ihre Recherche ist fokussiert auf das verborgene archaische Gedächtnis in der Musik und auf das Schreiben in seinen verschiedenen Formen. Klang lebt für sie immer in Beziehung mit visueller Imagination, daher überschreitet sie die Grenzen zwischen Visueller Kunst und Klangpoesie, interaktiver Performance und Instant Composition. Mit konkreten Klängen zu arbeiten bedeutet für sie, ihre eigene Geschichte und Identität zu erforschen, im Sinne eines Teils des kollektiven Gedächtnisses. Ihr Hauptinstrument ist die Stimme, die sie oft mit akustischen Instrumenten wie präparierte Zither, Klavier, Perkussion, Theremin und Field Recordings kombiniert.

Eintritt: 5 Euro
Ort: Hörbar | Brigittenstr. 5
Web: www.hoerbar-ev.de

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