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Sa, 13.10.2012, 21:00 Uhr

Hamburger Klangwerktage: Abschlusskonzert
Hamburger Symphoniker

Bild zu Hamburger Klangwerktage: Abschlusskonzert <br> Hamburger Symphoniker

Foto: HS/United Motion
20:00 Podiumsdiskussion und Konzerteinführung u.a. mit Wolfgang von Schweinitz, Sidney Corbett und Ligetischülern

Zum Abschluss der Klangwerktage spielen die Hamburger Symphoniker einen frühen Ligeti, das „Concert Românesc“. Das Orchesterwerk ist nur selten öffentlich zu hören und spiegelt Ligetis tiefe Liebe zur rumänischen Volksmusik wider. So basiert es auf einer Vielzahl rumänischer Volksmelodien; gängige harmonische Wendungen der rumänischen Bauernmusik kommen in stilisierter Form zum Einsatz. Umrahmt wird das „Concert Românesc“ von Werken zweier Schüler von ihm: Sidney Corbetts „Symphony No. 2“ verweist mit dem Titel „immaculate sands“ auf die Ewigkeit; die Musik verkörpert unendliche Weite. Bilder des Firmaments und Ozeans erscheinen. Sie verkörpern die unendliche Weite und wirken aus der Ferne geradezu unbeweglich, doch bei näherer Betrachtung erkennt man die grenzenlose Vielfalt der Details. Die Uraufführung von Wolfgang von Schweinitz' „Stufengesang III“ ist eine imaginäre Vertonung von Friedrich Hölderlins Gesangsfragment „Viel hab' ich dein ...“. Über das Cellokonzert sagt Schweinitz selbst, es sei vielleicht das verrückteste, extravaganteste Stück, das er je geschrieben habe: „Dieser hochvirtuose, total ausgeflippte Part des Cellos, in dem sämtliche natürlichen Flageoletttöne der vier Saiten zur Entfaltung kommen, führt hinauf bis in die äußerste Höhe, wo ganz oben im Schnee die Haare des Bogens gerade eben noch zwischen den Steg und die Finger der linken Hand passen, so dass die Töne des glühenden Gesangs zuletzt vollends im puren Streichgeräusch verschwinden. Das stark besetzte Orchester jagt, peitscht, erschlägt die Stimme des amplifizierten Cellos mit schrillen, polyphonisch überhitzten Spektralharmonien, die immer schroffer hereinbrechen und jäh wieder verstummen, bis schließlich das Cello nackt und alleine übrig bleibt, begleitet nur noch von den geliebten Harfenklängen, die es nun seinerseits beinahe überschreit. – Es ist eine imaginäre Vertonung von Friedrich Hölderins Gesangsfragment "Viel hab' ich dein..." aus dem Homburger Folioheft, das 1986 als Faksimile mit Transkription im Supplement III der von D.E. Sattler herausgegebenen Frankfurter Hölderlin-Ausgabe erschienen ist.“ (WvS)

György Ligeti: Concert Românesc, Sidney Corbett: Symphony No. 2, Wolfgang von Schweinitz (UA): Doch Himmlische, doch will ich / Dich feiern STUFENGESANG III für amplifiziertes Violoncello, zwei obligate Harfen und großes Orchester op. 31 c (1994-96)Hamburger Fassung (2012) 5. Satz aus dem 1991-96 entstandenen Symphonischen Zyklus ‘wir aber singen'

LEITUNG Christian Eggen CELLO Agnieszka Dziubak HARFE Fabrice Pièrre, Sophia Steckeler

www.hamburgersymphoniker.de

Eintritt: 17 Euro (erm. 8 Euro, [k] Karte 8,50 Euro)
Ort: Kampnagel | Jarrestraße 20
Web: klangwerktage.de

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