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Fr, 02.03.2018, 20:00 Uhr

Noisexistence Festival - Tag 1

Bild zu Noisexistence Festival - Tag 1

Internationales Festival zu Aufruhr und Lärm

Tag 1:

Ex-Kopf (DE, Live)

Helge Meyer (Elektronik) und Alsen Rau (Drums) sind beide in der Hamburger Noise- und Elektronikszene aktiv. Meyer als Solo-Musiker und Mitglied des Krachkisten Orchesters, Rau als Scheich in China und Teil des Duos Esmark. Als Ex-Kopf verbinden sie den rhythmischen Minimalismus von Krautrock mit brachialem Harsh Noise zu einer hypnotischen Mischung.

Steve Goodman: Sonic Warfare (GB, Vortrag)

Steve Goodman ist einer der Pioniere der britischen Dubstep-Szene und Begründer des einflussreichen Hyperdub Labels. Er lehrt an der University of East London und veröffentlichte das wegweisende Buch "Sonic Warfare", in dem er Formen akustischer Kriegsführung und auditiver Gewaltanwendung nachspürt. Als Mitglied des Künstlerkollektivs Audint beschäftigt er sich mit dem Unhörbaren und der geisterhaften Heimsuchung durch Schall.

Helm (GB, Live)

Der Londoner Musiker Luke Younger baut Collagen aus elektronischen Klängen, bearbeiteter Metallpercussion und Field Recordings undefinierbarer Herkunft. Mit diesen Sounds schafft er Atmosphären aus Industrial, Noise, Drone und Ambient, die sich als Hörstücke bezeichnen lassen. Seine rauen und düsteren Tracks, die er auf Labels wie PAN oder Opal Tapes veröffentlicht, sind ein Beispiel dafür, wie Noisemusik aktuell die Clubkultur belebt.

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Noise treibt sein Unwesen in der Nachrichtentechnik, in der Kybernetik, in den Sozialwissenschaften und in der Musiktheorie. Noise kann ein ungewolltes Geräusch, einen störenden Rest, ein Rauschen oder einen Überschuss von Lärm bezeichnen. Seit den 1980ern hat sich an den Rändern der Popkultur ein experimentelles Genre entwickelt, das sich dieser verdrängten Seite des Hörbaren bedient und unter der Bezeichnung Noise etabliert hat. Dabei widersetzt sich das exzentrische Potential von Noise seiner Vereinnahmung in die offiziellen Informationskreisläufe. Das Verhältnis von Macht und Widerstand wird im Bereich des Hörbaren konkret problematisiert: Die Macht und ihr Umschlagen in Gewalt äußern sich in einer Lautstärke, die Gehorsam erzwingen will, zugleich sind Lärm und Störung unauflösbare Begleiterscheinungen von Protest, Unordnung und sozialem Aufruhr. Jenseits dieser Sphären bleibt Noise eine sperrige und radikale Form des künstlerischen Experiments, deren ProtagonistInnen nach neuen Verknüpfungspunkten, akustischen Identitäten und noch nie gehörten Klängen forschen. NOISEXISTANCE möchte diese Positionen zusammenbringen und ihnen in Konzerten, Vorträgen und Workshops ein Forum geben.

Eintritt: 25 € / 17 € erm.
Ort: Hochschule für Bildende Künste
Web: www.kampnagel.de/de/programm/noisexistance-tag1/

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