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Sa, 26.01.2019, 20:00 Uhr

Night Repair - eins31 stellt vor

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Deutschlandpremiere zum neuen Projekt 'Night Repair' von Mastermind Martin Stender (“Girls in Airports”). Eins31 stellt vor.

Es ist eine überraschende Aussage über ein so sanftes Album:
„I want the vibes to hit the listener really hard“, sagt Martin Stender über sein erstes Soloalbum. „Night Repair“ ist das Resultat etlicher Aufnahmesessions aus dem Jahr 2016: der Kopenhagener Saxophonist nahm sein Solo-Debüt in Studios, Kirchen und Schlafzimmern auf. Stender ist als der Haupt-Songwriter der experimentellen Jazz-Band Girls in Airports bekannt. Das Quintett, dessen Sound schon als „Zukunft des Jazz“ gefeiert wurde (regioactive.de), hat Konzerte rund um den Globus gegeben, fünf hochgelobte Alben veröffentlicht und sich als einer der aufregendsten neuen Acts in der europäischen Jazzszene etabliert. „Wenn sie zu einem neuen Song von mir improvisieren, fühlt es sich an, als behandelten wir einen Jazz-Standard“, sagt Stender über seine Bandkollegen. „Es ist ein Ausgangspunkt, und ich weiß nie, wo es hingehen soll. Für mein Soloalbum wollte ich mehr Kontrolle über den Sound haben, und weniger über die Melodie.“

Abgesehen vom Saxophon ist der Klang von „Night Repair“ um zwei Instrumente zentriert, die bei Girls in Airports nicht vorkommen: Bass und Gitarre. Mit dem sanft gezupften NO2 ist sogar ein Stück mit Solo-Gitarre dabei. Dessen folkiges Thema kehrt im Titelsong „Night Repair“ zurück, das mit psychedelischem Jazz beginnt, sich dann in minimalistische Ambient-Sphären a la Brian Eno erhebt, um in ein elektrisierendes Schlagzeug-Saxophon-Finale zu münden. Martin Stenders Solo-Album ist weniger von komplexen Schlagzeug- und Percussion-Rhythmen geprägt. Stattdessen setzte er vermehrt analoge Synthesizer ein. „Synths sind zu einem sehr reinen Klang fähig“, sagt der studierte Saxophonist. „In ihrem Ton höre ich Jugend und eine gewisse Unschuld.“

„Night Repair“ ist nie an ein Genre gebunden, bezieht seine Einflüsse zu gleichen Teilen aus Indie Pop, Jazz, Folk und zeitgenössischer Klassischer Music. Trotz düsterer Drone-artiger Elemente (NO4) geht es Stender weniger um den Aufbau von Spannung als in seinen Bandprojekten. Er schafft vor allem Atmosphäre: verträumt, beruhigend, erhebend, berauschend, bedrohlich. „Ich möchte den Zuhörer überwältigen, mit möglichst einfachen Mitteln“, sagt der Däne. Aber was sind diese „hard-hitting vibes“? „Wenn die Musik sanft ist, gibt es keinen Abwehrmechanismus beim Zuhörer. Du lässt dich ganz darauf ein. Und dann kann alles passieren! Die Kunstform des Romans inspiriert mich am meisten. Ein Autor muss aufrichtig sein, und er darf die Aufmerksamkeit seiner Leser nie für eine Selbstverständlichkeit halten. Genau das habe ich versucht.“



https://soundcloud.com/komponist-martin-stender/sets/martin-stender-untitled-new

Martin Stender – sax
Henrik Olsson – guitar
Jeppe Skovbakke – bass
Sean Carpio - drums


Türe 20 Uhr, Programm 21 Uhr, VVK 15€

Eintritt: 20
Ort: MS Stubnitz | Kirchenpauerkai 26
Web: ms.stubnitz.com/calendrier/2019-01-26

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